Der Íkumenische Hospizdiesnt Bad Arolsen

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Schritt in die richtige Richtung
Sterbende gut zuhause begleiten - Neues Gesetz 2015

BAD AROLSEN „Sterbende gut zuhause begleiten“ war das Thema des Vortrages von Heike Heckmann, die auf Ein-ladung des Ökumenischen Hospizdienstes Bad Arolsen im Bürgerhaus referierte. Die gelernte Krankenschwester und Heilpädagogin, die seit 20 Jahren in einem Altenzentrum arbeitet, berichtete auf einfühlsame Weise von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen, die das Pflegen von sterbenden Menschen mit sich bringt.

Selbst sei sie nach kurzer Zeit im Dienst des Altenzentrums bereits ausgebrannt gewesen. Das Dahinsiechen, sich Einnässen und Verfallen, das Sie tagtäglich vor Augen hatte, rief in ihr die Frage nach dem Sinn des Lebens hervor, auf die sie lange keine Antwort fand. Die Antwort einer 96 jährigen Bewohnerin brachte ihr schließlich die Ruhe, die sie bis heute zur Bew ältigung ihrer Aufgaben benötigt.

Mit Würde begleiten

„Wissen sie das denn nicht? Wir leben, um uns auf den Himmel vorzubereiten“, war die Antwort, die ihr ‚Kraft gibt und sie jeden Morgen gerne an die Arbeit gehen lässt.

Zum Vortrag waren viele ehrenamtliche Hospizmitarbeiter gekommen, die sich selbst der Herausforderung stellen und manchmal vielleicht an ihre Grenzen kommen. Doch auch wenn es viel Kraft koste, könne man das Sterben laut Heckmann lernen, man müsse sich darauf einlassen und sich nicht ängstigen. „ Holen Sie das Thema Tod mitten ins Leben“, machte sie den Anwesenden Mut.

Ein Gesetz, das 2015 in Kraft treten soll, soll Arbeitnehmern bis zu drei Monate unbezahlten Urlaub gewähren, während sie sich um sterbende Angehörige kümmern. Das ist für Heike Heckmann ein Schritt in die richtige Richtung, würden doch immer mehr Menschen dort sterben, wo sie es eben nicht möchten wie im Krankenhaus oder in einer Alteneinrichtung.

Wichtig ist ihr aber nicht nur, dass die Sterbenden mit Würde begleitet werden, sondern auch zuhause in ihrer gewohnten Umgebung, von Menschen, die sie lieben. Unterstützung erfahren die pflegenden Angehörigen zum einen durch Literatur, aber auch vom Ökumenischen Hospizdienst Bad Arolsen, bei dem derzeit 27 ehrenamtliche Hospizmitarbeiter die Sterbenden selber, aber auch deren Angehörigen betreuen.

HNA 17.10.2014

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